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Name: Benni

Jahrgang: Mir wird immer gesagt 1979

Wadenumfang: um im Jargon meiner geschätzten Kollegen zu bleiben: Beilagenesser-drahtig oder Selleriebund-dick

Fahrer seit: Mai 2006

Wie kam es dazu: Alles begann mit einem schwäbischen Servus an der Universität, steigerte sich dann mit einem nordischen „moin“ um ein Uhr nachts in der Egal-Bar, wurde dann dramatischer beim Blick in die leuchtenden Augen der Kollegen beim Spaziergang über die Landungsbrücken beim Hafengeburtstag und erreichte seinen Höhepunkt beim vorsichtigen Eintreten in die Halle und der folgenden herzlichen Begrüßung seitens der Chefetage.

Das schönste beim Velofahren: Diese Liste würde bei ehrlicher Beantwortung exorbitante Ausmaße annehmen, also machen wir es so kurz, wie es geht, und beginnen dabei chronologisch: Die absolute Reduktion eines stolzen Katers auf Sonntagsabends-Niveau; die Gemeinschaft und die Heldengeschichten beim Instant-Cappuccino an der Bar; die erste Tour am Tag, bei der man sofort die Miete einfährt; die Gemeinschaft, wenn die erste Tour auf sich warten lässt; das Kurven durch diese wunderschöne Stadt an einem Sommerabend; wenn Schwarzen um 17.00 Uhr die zweite Luft mitbringt; das Gefühl eines schweren Portemonnaies in der rechten Hosentasche, auch wenn es sich nur Metallgeld handelt; das erste Dithmarscher in der Halle, das zweite, das dritte, etc.; beim Einschlafen zu wissen, dass morgen noch so ein Tag sein kann.

Das Schlimmste: Das anhaltende Niederprasseln flüssiger Sonne mit Ausblick auf das Rathaus; der dazukommende Hamburger Wind, wenn die kurze Baumwollhose sich gerade der Nässe ergeben hat; die Phase von Ende Oktober bis Mitte März; wenn kein Pils in der Halle zu finden ist; und natürlich einen Platten, wenn der Kunde an einem Dienstag ernsthaft überlegt, ob er eine Stunden-Tour mit dem Ziel Hauptbahnhof in Anspruch nehmen soll, und sich nun eine Tasse Kaffee bei Starbucks gönnt, bevor er nach Unna zurückreist.

Die schönste Velo-Strecke: Ganz klar die Hafenpromenade in Richtung Landungsbrücken an einem lauen Sommerabend in der Woche.

Dates mit Fahrgästen: Leider bisher nur eins. Wären die beiden am Abend so gesprächig gewesen wie am Nachmittag im Velo, hätte ich mich nicht gezwungen gesehen, sie bei der nächsten sich bietenden Möglichkeit ein paar anderen paarungswilligen Kumpels zu übergeben.

Ein besonderes Erlebnis: Gibt es zwei. Einmal die Zwei-Stunden-Tour mit einem sehr alten Pärchen aus Frankreich, die an Zwischenmenschlichkeit ihresgleichen suchen. Und zweitens die Fahrt mit zwei sehr hübschen, jungen Holländerinnen, die sich auf dem Kiez ein Brustwarzenpiercing verpassen lassen wollten, und wegen der schweißnassen Hände in Höhe U-Bahnstation St. Pauli eine ausgedehnte holländische Raucherpause machen mussten.

Die beste Veloafterpartylocation: Das Schulterblatt wenn Grün-Weiss Hamburg-Mitte gegen den SC Rote Flora e.V. 1989 in die Verlängerung geht.

Und wenn ich nicht Velo fahre: Dann sitze ich zähneknirschend, nahezu apathisch an einem wunderschönen Ort, und überlege mir, wie ich auf dem Heimweg meinen Kollegen aus dem Weg gehen kann, um nicht in ihre erschöpften, zufriedenen Gesichter sehen zu müssen. Denn Velo fährt man nicht nur im Velo!

Noch was: Danke!

 




Die Seite der Hamburger Velofahrer